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FFH-Grunddatenerhebung
FFH-Gebiet „Wetterniederung bei Lich – 5419-301”
Das FFH- Gebiet „Wetterniederung bei Lich” beeinhaltet großräumige, naturnahe Auenareale der Wetter. Aufgrund des Vorkommens zahlreicher seltener und bestandsgefährdeter Tier- und Pflanzenarten sowie der kulturhistorischen Bedeutung des Gebietes und der guten Ausprägung an Lebensraumtypen nach der FFH-Richtlinie wurde das Gebiet für das europäische Schutzgebietsnetz NATURA 2000 gemeldet. Ebenso sind diese Flächen und angrenzende Bereiche Bestandteil von dem über Naturschutzverbände bei Birdlife International als Important Bird Area gemeldeten Gebiet „Nördliche Wetterau”. Im Rahmen einer Grunddatenerhebung wurde der derzeitige Zustand der FFH- Lebensraumtypen und FFH- Arten in Ausdehnung und Zusammensetzung erfasst, bewertet und als Zustandsbericht dargestellt. Die maßgeblichen Lebensraumtypen wurden begleitend faunistisch untersucht, um auch hierüber eine Bewertung vornehmen zu können. Neben den Lebensraumtypen nach FFH wurden die Gesamtflächen in Anlehnung an den Schlüssel der Hessischen Biotopkartierung (HB) kartiert. Ziel des Gutachtens ist das „Grundprogramm” der Ausgangszustandserfassung zur Erfüllung der Berichtspflicht gemäß § 17 der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie für das FFH-Gebiet „Wetterniederung bei Lich”.
Ergebnisse:
Obwohl der gesamte dargestellte Bereich aus Grünland besteht, sind nur etwa 10 -15 % der Fläche als Lebensraumtyp kartierbar. Große Teile der Wiesen sind zu artenarm, andere Bereiche sind Feuchtwiesen. Die Beeinträchtigungen sind großflächige Nutzungsintensivierung, starke Gülle-Ausbringung, Silageschnitt und als Folge hiervon Kennartenarmut. In kleinen Teilbereichen ist Verfilzung und Vergrasung als Folge der Nutzung „Grünlandbrache” festgestellt worden. Eine positive Rolle aus naturschutzfachlicher Sicht scheint hierbei die Huteschäferei zu spielen, an deren Zugwegen sich neben Grabenrändern auffällig viele sensible Arten aufhalten. Besondere Aufmerksamkeit verdient aber der mehrfache Fund des Moor-Veilchens (Viola persicifolia) im Gebiet. Die Art ist in Hessen vom Aussterben bedroht (RL 1). Arten, wie Färberscharte (Serratula tinctoria) lassen sich zudem durch Klettverbreitung gut verbreiten. Schafe sind besonders effiziente „Taxis” für eine Samenverbreitung. Besonders wertgebend für das Netz NATURA 2000 sind im FFH- Gebiet die Lebensraumtypen:
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