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Ökokonto
Bei der Bearbeitung von Ökokonten bieten wir komplette Pakete an. Hierbei schöpfen wir aus den Erfahrungen unserer langjährigen vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben Sparte Bundesforst. Seit dem Jahr 2008 haben wir 13 ehemalige Liegenschaften auf einer Fläche von rund 1.150 ha mit Ökopunkte-Maßnahmen beplant. Im Rahmen dieser Projekte und in unserer Tätigkeit für Träger sowohl von Ökokonten wie auch von Eingriffsverursachern konnten wir die Zuordnung von vorgezogenen Kompensationsmaßnahmen §16 BNatschG zu Eingriffsvorhaben zwischen der BImA und Hessen Mobil vermitteln und damit die Ausbuchung von Ökopunkten als Ausgleich für Straßenbaumaßnahmen vermitteln. Mit der Verwaltung des Ökokontos und der verschiedenen Maßnahmen der einzelnen Projekte wurden wir im Jahr 2012 von der BImA beauftragt. Welche Aufgaben in diesem Bereich übernommen werden ist weiter unten aufgelistet.
Erstellung von Ökokontokonzepten - Beispiel ehemaliger Fliegerhorstgelände Langendiebach-Erlensee bei Hanau
Projektbeispiel: Das ehemalige Militärgelände "Fliegerhorst Langendiebach" diente ab 1936 der deutschen Wehrmacht als Start- und Landebahn. Ab 1945 bis 2007 wurde es von den Amerikanern als Fliegerhorst und Kaserne genutzt, wobei ein Höhepunkt der Truppenbesuch durch den amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy und seine Ladung auf der Flugbahn im Jahre 1963 darstellte. Von dem 245 ha großen Gebiet umfasst das Untersuchungsgebiet 109 ha und nimmt somit die überwiegend unbebaute Hälfte des Gebietes ein. Dieser Teil stellt sich größtenteils aus Offenlandbiotopen und unterschiedlich strukturierten Waldgebieten, sowie im Teil der ehemaligen Kaserne durch stark versiegelte Flächen, große Gebäuden und Gleisanlagen dar.
Die bestehende Vielfalt von Biotopen und die dadurch bedingte Vielfalt an wertgebenden Arten, was die Fläche als regional bedeutsam macht, drohen durch Verfilzung und Verbuschung des Gebietes verloren zu gehen. Im Projektgebiet spielen die Waldränder im Übergang zum Offenland sowie die freie Flächen für die Tierwelt eine besondere Rolle. Es konnten 42 wertgebende Tierarten im Gebiet nachgewiesen werden. Davon wurden 28 - und in angrenzenden Gebieten weitere sieben - wertgebende Vogelarten wie der Neuntöter, Wiesenpieper und Wendehals, sowie der in Deutschland und Hessen vom Aussterben bedrohte Steinschmätzer dokumentiert. Weiterhin wurde das Vorkommen von mehreren Fledermausarten belegt. Aufgrund der Vielfalt an Fledermausarten kann dem Gebiet eine regionale Bedeutung in Bezug auf Fledermäuse zugeordnet werden. Durch die Artenfunde der letzten Jahre zeigt sich die Besonderheit des Gebietes durch seine hohe Lebensraumeignung für viele bestandsbedrohte und geschützte Arten.

Im Rahmen der Erstellung eines Ökomaßnahmenkonzeptes wurde im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben vor Durchführung der Kompensationsmaßnahmen eine vegetationskundliche Bestandserfassung in Form einer Geländeaufnahmen der Biotoptypen nach der Kompensationsverordnung von Hessen durchgeführt und eine Darstellung besonders der Roten Liste Arten in Ausdehnung und Zusammensetzung erfasst und bewertet.

Maßnahmenkarte

Ziel des Maßnahmenkonzeptes ist es den Wechsel von Wäldern und Offenland mit einer hohen Artenvielfalt nach naturschutzfachlichen Kriterien zu Erhalten. Im verbrachten Offenland soll durch ein Mosaik extensiver Nutzungen wieder artenreiches Grünland in frischen bis feuchten Bereichen sowie trockene Magerrasen als Hutungen entwickelt werden.

Durch die Entwicklung von naturnahen Laubwäldern mit Waldwiesen und den Rückbau der baulichen Anlagen werden ausgeprägte Grenzlinienstrukturen geschaffen und erhalten. Die zum Teil stark überformten Lichtungen mit Bunkeranlagen können für den Artenschutz von Fledermäuse genutzt werden/ umfunktioniert werden. Durch die Maßnahmen sollen die Habitatstrukturen entwickelt werden, die zum Schutz und zur Bestandstärkung von Zielvogelarten, Fledermäusen und Reptilien dienen.
Umsetzung und Verwaltung von Ökokonten
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