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Umweltverträglichkeitsstudien
Ökologisches Gutachten zur Umwelt- und FFH-Verträglichkeit im Genehmigungsverfahren zum Betrieb der Grundwasserbrunnen der Gemeinde Reifenberg im Taunus
Die „Reifenberger Wiesen” sind ein Kernstück charakteristischer Bergwiesengesellschaften in dem von Wald dominierten Taunus. Die Flächen bei dieser klimatischen Höhenlage sind für den Taunus einmalig. Sie beherbergen sehr selten gewordene Pflanzenarten und Grünlandgesellschaften. Für bestimmte Pflanzenarten, wie die Lanzenblättrige Glockenblume (Campanula baumgartenii) oder die Weißzüngelorchidee (Pseudorchis albida) ist das Gebiet für Hessen von herausragender Bedeutung. Darüber hinaus finden sich eine einmalige Vielzahl selten gewordener bemerkenswerter Arten. Wagner fand 1999 40 Arten mit einem Eintrag in der Roten Liste Hessen und 9 Arten mit einem Eintrag in der Roten Liste Deutschland. Unter diesen Arten sind 7 verschiedene Orchideen-Arten. Gegenstand dieses Gutachtens ist die Untersuchung von 6 Schürfungen im Einflussbereich des NATURA 2000-Gebietes „Reifenberger Wiesen, Schmittgrund bei Oberreifenberg mit angrenzenden Flächen”. Die letzte der 6 Anlagen wurde 1960 in Betrieb genommen und seither wird jedes Jahr eine in etwa gleich bleibende Menge Wasser entnommen. Im Zuge der FFH-Gebietsausweisung aus dem Jahr 2000 stand hier noch ein ökologisches Gutachten zu Wasserrechtsanträgen der Gemeinde Schmitten aus, welches mit dem vorliegenden Gutachten abgedeckt wurde. Als Grundlage für die Ermittlung der Auswirkungen durch den Wasserentzug wurde - sofern noch nicht durch das FFH-Gutachten vorhanden - eine vegetationskundliche Bestandserhebung der Pflanzen und ihrer Lebensräume vorgenommen. Der Ist-Zustand wurde in kartographischer und textlicher Form festgehalten. Aus diesen erfassten Daten wurde nachfolgend eine Bewertung vorgenommen, inwieweit Auswirkungen vorhanden sind und diese eingeschränkt werden können. Mit der vorliegenden Planung soll der weitere Betrieb der Brunnen in seiner FFH-Verträglichkeit soweit möglich bestätigt und für die Zukunft abgesichert werden. Eine Gefährdung der herausragenden Grünland- Lebensraumtypen und der naturnahen Wälder und Fließgewässer ist nicht zu erwarten.
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